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UNDEKADE

 

 
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Ziele

Die Verbesserung der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft ist eine aktuell drängende Aufgabe. Insbesondere in der Agrarlandschaft muss die Artenvielfalt erhalten und erhöht werden. Nicht erst seit dem Weckruf des Entomologischen Vereins Krefeld Ende 2017 zum Rückgang der Insekten und der Wahl der Feldlerche zum Vogel des Jahres 2019 wissen wir, dass es für eine Verbesserung der Situation entscheidend auf zusätzliche Maßnahmen im landwirtschaftlich geprägten Offenland ankommt. Schnelles Handeln ist erforderlich. Dies kann wiederum nur im Zusammenspiel mit der Landwirtschaft als größtem Flächennutzer gelingen. Nach allgemeiner Überzeugung müssen neben einem verbesserten Management in den Schutzgebieten gerade auch mit den Flächennutzern und Grundeigentümern in der Agrarlandschaft auf dem Gebiet des Vertragsnaturschutzes Fortschritte erzielt und dort die Biotopvernetzung vorangetrieben werden.

 

Hier setzt das im Zeitraum 2019-2022 durchgeführte Projekt „FABiAN“ (Förderung der Artenvielfalt und der Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft Niedersachsens) an. Durch gezielte Ansprache der Landwirte, eine Einbindung der landwirtschaftlichen Berufsorganisationen, fachbezogene Beratung und das Angebot abgestimmter Vertragsnaturschutzbausteine werden in drei Zielgebieten möglichst viele Landwirte zur praktischen Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen auf ihren Betriebsflächen animiert. Geplant ist das Angebot von unterschiedlichen Maßnahmentypen, wie z.B. das Anlegen von strukturreichen Blühstreifen, die in zwei Jahren auf 150 Hektar/Jahr umgesetzt werden sollen. Als Zielgebiete wurden drei naturräumlich unterschiedliche Landkreise (Landkreis Goslar, Landkreis Vechta, Landkreis Cuxhaven) mit jeweils drei zusammenhängenden Gemeinden ausgewählt.

 

FABIANSKBINGO

 

In einem weiteren Schritt sollen über eine Verknüpfung mit anderen Projekten und in Kooperation mit regionalen Akteuren wie beispielsweise Kommunen, Realverbänden oder Wasser- und Bodenverbänden Angebote und Konzepte für eine Biotopvernetzung zwischen den Naturschutzmaßnahmen auf Acker oder Grünland, Gewässerrandstreifen, Wegeseitenrändern und sonst vorhandenen Trittsteinen entwickelt werden.

 

Biotopvernetzung

 

Die Naturschutzmaßnahmen der Landwirte werden wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit hin untersucht und weiterentwickelt . Daneben sollen Ergebnisse aus anderen laufenden Projekten, an denen die Stiftung Kulturlandpflege beteiligt ist, - beispielsweise dem F.R.A.N.Z.-Projekt - in die Weiterentwicklung der Maßnahmen einfließen.

 

Das am Ende des Projekts entwickelte und erprobte Umsetzungskonzept für Naturschutzmaßnahmen in Kooperation mit der Landwirtschaft wird als Positivbeispiel publiziert und demonstriert den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung sowie einem breiten Kreis von Landwirten die Machbarkeit von betriebseingebundenen und wirtschaftlich tragfähigen Naturschutzmaßnahmen.

 

Durch die konkret umgesetzten Maßnahmen im Wege eines möglichst unkompliziert gehaltenen Vertragsnaturschutzes erfahren die Landwirte ein Machbarkeitserlebnis, das der Erfahrung nach weit über den Projektzeitraum hinaus erhalten bleibt. Hemmnisse, bei Naturschutzmaßnahmen mitzuwirken, werden abgebaut. Es eröffnen sich damit Möglichkeiten eines zukünftigen Hand-in-Hand zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.